Amazon.de führt nach wie vor das Ranking an. Mit einem eigenen Retail-Umsatz von 8,8 Mrd. Euro behält das Unternehmen einen großen Vorsprung zum Zweitbesten, Otto.de, das 3 Mrd. Euro Umsatz verbuchen konnte. Den dritten Platz belegt wie schon im Vorjahr Zalando.de mit 1,3 Mrd. Euro. Zusammen erzielten die Top-3-Onlinehändler einen Umsatz von 13,1 Mrd. Euro und machen 43 Prozent des Umsatzes des Top 100 aus.
"Unumstritten ist der Trend im Handel, sowohl online als auch stationär Geschäfte zu betreiben", stellt Christoph Langenberg, E-Commerce-Experte beim EHI, fest, "aber offensichtlich macht man häufiger den Schritt von stationär zu online als andersherum." Insgesamt sind 68 Unternehmen der Top 100 Onlinehändler auch stationär aktiv. Von diesen haben allerdings die meisten (57) ihre Wurzeln im stationären Handel oder im Versandhandel. Nur elf von ihnen sind ehemalige Online-Pureplaye. Unter diesen elf gibt es zudem nur drei Händler, die mehr als fünf stationäre Stores haben, Misterspex.de (10), Cyberport.de (13), Mytoys.de (17). Weitere wie Zalando.de und Home24.de betreiben stationär ausschließlich Outlet-Formate mit Sonderabverkäufen.
Die Strategie, in beiden Vertriebskanälen - also on- und offline - aktiv zu sein, scheint sich auszuzahlen. Mediamarkt.de, Saturn.de und Ikea.de profitieren mit über 30 Prozent von einem überdurchschnittlich großen relativen Umsatzwachstum im E-Commerce. Allerdings: Auch wenn der Spitzenreiter des Rankings, Amazon.de, nur 9 Prozent Umsatzwachstum im eigenen Retail-Onlinehandel verbuchen kann, ist das absolut gesehen (700 Mio. Euro) immer noch am meisten und hält die Mitbewerber auf großem Abstand.













