Obi verbindet seine stationäre Stärke mit einer Plattform, mit der sich Kundenbedürfnisse besser identifizieren lassen – auch im Gartenbereich.
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IVG

Alles andere als pessimistisch

Obi-Chefeinkäufer Jochen Ludwig ist einer der Referenten beim diesjährigen IVG-Forum Gartenmarkt. Er sagt: Der Handel muss – und kann – sich an die aktuell schwierige Situation anpassen. 
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Jochen Ludwig ist Chief Commercial Officer bei Obi und mit nur kurzen Unterbrechungen bereits seit mehr als 30 Jahren im Unternehmen beschäftigt. Während dieser Zeit bekleidete er verschiedene Positionen: unter anderem war er als Director Category Management & Purchasing in China und Polen oder als Country Manager in Tschechien, Italien und in der Schweiz tätig. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrungen kennt er die Branche aus dem Effeff. Auf dem 17. IVG-Forum Gartenmarkt am 5. November 2026 im Maritim-Hotel in Düsseldorf spricht Jochen Ludwig über Obi im Gartenmarkt. Er betrachtet dabei die Tradition und Zukunft des grünen Sortiments. Wir haben ihn vorab zur derzeitigen Situation der Branche befragt.

Das eigene Zuhause genießt auch zu Krisenzeiten eine elementare Aufmerksamkeit”
Jochen Ludwig, Obi-Chefeinkäufer

Herr Ludwig, die Umsatzzahlen in der Baumarktbranche sind derzeit eher durchwachsen. Blicken Sie trotzdem zuversichtlich in die Zukunft?

Jochen Ludwig: Absolut. Unsere Branche hat in der Vergangenheit bereits Krisen erlebt und erfolgreich bewältigt, wenngleich die aktuelle Situation aufgrund ihrer Multidimensionalität anders zu bewerten ist. Dennoch: Das eigene Zuhause genießt auch zu Krisenzeiten eine elementare Aufmerksamkeit, unter Umständen gewinnt es in solchen Zeiten sogar noch an Bedeutung – das hat uns Covid nachhaltig gelehrt.

Entscheidend ist, die grundsätzlich nachvollziehbare Konsumzurückhaltung nicht als Problem zu betrachten, sondern als Aufforderung, sich als Handel anzupassen. Wir brauchen neue Perspektiven, andere Angebote und Lösungen. Mit der richtigen Strategie wird sich auch diese Situation meistern lassen. Daran arbeiten wir bei Obi sehr erfolgreich und schauen deshalb alles andere als pessimistisch in die Zukunft.

Wir brauchen neue Perspektiven, andere Angebote und Lösungen.
Jochen Ludwig, Obi-Chefeinkäufer

Mit welchen Mitteln kann die Branche die derzeitige Stagnation überwinden?

Es gibt sicher kein Universalrezept für jeden Player in unserer Branche. Dafür sind die Unternehmen und ihre Möglichkeiten zu unterschiedlich. Uns eint aber der Kern von Handel: Nur, wenn mein Angebot stimmt, werde ich es absetzen können. Und das meine ich nicht rein auf Preise bezogen, wenngleich diese besonders aktuell eine immense Rolle hinsichtlich der knapperen Budgets unserer Zielgruppen spielen. Was ich viel mehr im Blick habe, ist die Herausforderung, genau hinzuschauen, was sich wirklich in der Nachfrage verändert hat, und ebenso, welche…

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