Das ist der letzte Kongress, den du moderierst. Ist da ein bisschen Wehmut dabei?
Peter Wüst: Wenn man fast 20 Jahre lang so viele Veranstaltungen wie Kongresse und Garden Summits moderiert und dann plötzlich dieser eine letzte Termin vor einem steht, dann ist da schon Wehmut, weil es einfach die ganzen Jahre wahnsinnig viel Spaß gemacht hat. Ich mag dieses Format, ich mag es, mich mit Themen auseinanderzusetzen, und ich liebe die Menschen, mit denen ich zu tun habe.
Wenn du zurückdenkst, welcher Kongress oder welcher Vortrag ist dir da besonders in Erinnerung geblieben? Gab es ein Highlight?
Das ist eine extrem schwierige Frage, weil wir unglaublich viele tolle Fachvorträge unterschiedlichster Couleur hatten. Ich muss aber auch sagen: Allgemeinpolitische Redner wie Professor Norbert Lammert, den wir ja glücklicherweise dieses Jahr wieder begrüßen dürfen, oder auch Franz Müntefering und Gregor Gysi – das waren schon sehr aufrüttelnde Vorträge.
Gab es auch einmal eine Panne, die du überspielen musstest?
Klar, es gab keinen Kongress ohne kleine Pannen. Was mich wirklich Nerven gekostet hat, war vor zwei Jahren, als Professor Lammert sich extrem verspätet hat und ich die Programmlücke zusammen in einer Diskussion mit Nikolaus Blome überspielen musste. Blome ist ein Vollprofi, dem ich am verschmitzten Lächeln ansah, dass er genau wusste, wann mir so langsam die Fragen ausgingen – nach immerhin einer Dreiviertelstunde …
Wenn du jetzt auf den Kongress 2026 schaust: Worauf bist du denn am meisten gespannt?
Ich glaube, dass wir noch nie eine Situation hatten, in der ein Kongress so wichtig war wie dieses Jahr. Wir haben aktuell so viele Veränderungen in der Branche und jetzt das erste Mal seit vielen Jahren auch einige grundlegende Überlegungen, die traditionellen Geschäftsmodelle zu verändern. Da ist es extrem wichtig, sich zu treffen, sich auszutauschen und vielleicht eben auch neue Storylines der Branche zu schreiben und zu entwickeln.
Mir ist bei der Ankündigung aufgefallen, dass ihr besonders die Rolle des Menschen in diesem Veränderungsprozess hervorhebt. Das ist ja wahrscheinlich kein Zufall, oder?
Natürlich haben wir auch dieses Jahr sehr viele technische, prozessuale und organisatorische Themen dabei. Aber ich glaube, gerade auch in einer Zeit, in der KI und Technologien die Diskussionen bestimmen, sollte man sich auf das konzentrieren, worum es im Kern bei uns geht: Menschen machen Angebote für Menschen.
Du hast eben schon das Format Kongress erwähnt. Das…












