Nach allem, was man so hört, stehen die Zeichen nicht gerade auf Zuversicht in der Branche. Wenn der Brancheninsider Klaus Peter Teipel am zweiten Tag des BHB-Kongresses seine Zahlen für dieses Jahr zeigt, wird die Freude im Saal nicht allzu groß sein.
Außer halt bei denen, die sich in diesen windigen Zeiten behaupten. Das sollte man schließlich nicht vergessen: Die gibt es auch.
Wie es sich meiner Ansicht nach überhaupt lohnt, eher darauf zu schauen, was diese Branche kann, nämlich: Sie behauptet sich besser als Vertriebskanäle, die gleiche oder ähnliche Sortimente an den Kunden bringen wollen. Kurz: Sie macht nicht alles schlecht. Ganz im Gegenteil.
Die – je nach Perspektive – viel gerühmten oder viel gefürchteten Nonfood-Discounter beispielsweise, die dem Baumarkt Umsätze streitig machen, sind keineswegs durchgängig erfolgreich. Daraus, dass Action derzeit ungebremst expandiert, lässt sich keine generelle Regel ableiten. Schließlich gibt es auch Gegenbeispiele wie MäcGeiz, Kodi oder Depot. Nur billig reicht als Konzept eben nicht.
Auch die Hellweg-Pleite taugt nicht zum Beleg des vermeintlichen Niedergangs einer ganzen Verliererbranche. Dieser traurige Fall zeigt vielmehr, dass der Erfolg eines Formats nicht automatisch seinen künftigen Erfolg bedeutet. Man muss es weiterentwickeln und auf neue Trends reagieren.
Woher man die kennt? Beispielsweise aus Branchenstatistiken, wie sie im Home Improvemen Report Worldwide stehen, den der Dähne Verlag in Kooperation mit den internationalen Handels- und Herstellerverbänden Edra/Ghin und Hima gerade in seiner aktuellen Ausgabe herausgebracht hat. Ein Blick auf das Deutschland-Kapitel zeigt, dass die Baumärkte (in der Terminologie des Report als DIY-Markt bezeichnet) im vergangenen Jahr ein etwas höheres Minus ausgewiesen haben als der weiter gefasste Home-Improvement-Markt, in dem auch Baustoffhändler erfasst sind. Dass der Profi-Markt für die Erfolgreichen in der Branche und solchen, die es werden wollen, ein wichtiger Bestandteil ihres Konzepts sind, bildet sich hier ab.
Und da steht noch mehr drin. Das wäre also – Achtung, Werbeblock! – eine Leseempfehlung.
Herzlichst Ihr
P. S.: Und da wir gerade dabei sind, hier gleich noch eine: Diesem Heft liegt wieder eine Sonderbeilage Gartentrends bei, die ich Ihnen gerne ans Herz lege – die ich allerdings ganz abgesehen von der Eigenwerbung nicht ohne Grund hier erwähne. Das Gartengeschäft ist nämlich genau wie der Bereich Heimtierbedarf auch so ein Feld…












