Das diesjährige Netzwerktreffen fand in der Hornbach-Zentrale statt. 
Das diesjährige Netzwerktreffen fand in der Hornbach-Zentrale statt. 
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La DIY

Es scheint unmöglich, bis man sich traut

Beim Netzwerktreffen von La DIY gewährte Hornbach-Vorständin Susanne Jäger den Teilnehmerinnen Einblicke in ihren bisherigen Karriereweg. Den Weg zum perfekten Job – zusätzlich zur Familie – beschrieb ein weiterer Vortrag.     
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Während die Zahl der Frauen in Führungspositionen in den vergangenen Jahren zugenommen hat, stagniert die Entwicklung aktuell wieder. Mit dieser Bestandsaufnahme eröffnete Annekatrin Conrads vom Branchenverband BHB, der gemeinsam mit den Industrieverbänden HHG und IVG das Frauennetzwerk La DIY ins Leben gerufen hat, das zweite Netzwerk-Präsenztreffen, das in diesem Jahr in der Hornbach-Zentrale in Bornheim stattfand. „Umso besser ist es, mit ­Susanne Jäger eine Frau dabei zu haben, die schon lange bei Hornbach in einer Führungsposition ist“, so Conrads weiter.  

Die Hornbach-Vorständin nannte als Grund dafür „vielschichtige Herausforderungen, etwa wenn es darum geht, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen“. Andere Länder inspirierten, wie es besser gehen könne, findet sie. „Darum ist es wichtig, sich einzubringen und die Stimme zu erheben“, unterstrich Jäger – und befand sich damit in dem Frauennetzwerk in bester Gesellschaft. Es hat das Ziel, Frauen in der Branche mehr Sichtbarkeit zu verschaffen und sie durch Vernetzung, Austausch und Mentoring in ihrem Karriereweg zu begleiten.  

Welche Wege es gibt, um Karriere zu machen, erläuterte Susanne Jäger anhand ihres eigenen Werdegangs. Sie sprach über die nötige Willenskraft und Machermentalität und gab Einblicke in ihre Tätigkeitsbereiche, die sie von der Assistentin im Einkauf bei Hornbach Anfang der 1980er-Jahre über zahlreiche Stationen zur Vorständin führten. Sie gab Tipps, berichtete über ihre Erfahrungswerte und sprach den Gästen Mut zu, denn, so Jäger, auch heute gebe es noch Frauen, die sich weniger zutrauten. „Es scheint unmöglich, dass man es macht, bis man sich traut“, hielt sie fest.  

Susanne Jäger berichtete von ihren Erfahrungen als weibliche Führungskraft und gab den Frauen Tipps dafür an die Hand, wie sie ihren eigenen Weg finden.
Susanne Jäger berichtete von ihren Erfahrungen als weibliche Führungskraft und gab den Frauen Tipps dafür an die Hand, wie sie ihren eigenen Weg finden. (Quelle: Dähne Verlag, Rinn)

Wichtig seien das Miteinander, Teamgeist und gegenseitiges Vertrauen – um sich darauf konzentrieren zu können, Kundenbedürfnisse zu erfüllen. Außerdem komme es auf Durchsetzungsstärke an, „aber mit Begeisterung und Argumenten, auch, um andere mitzunehmen“. Unternehmerisches Gespür und das „Macher-Gen“ in Teams ließen sich durch Vorbilder fördern. Man solle nie aufgeben, dafür brauche es Mut – und gezielte Unterstützung, wie beispielsweise durch Mentoren. Und da gab es einige, sowohl in der Branche als auch im eigenen Unternehmen.  

Übrigens: Das Frauennetzwerk arbeitet weiterhin an einem eigenen Mentoring-Angebot. Bis Sommer 2026 soll…

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