Ein Lkw bringt die rund 27 Meter langen Leimholzbinder für den neuen Standort nach Föhr. 
Ein Lkw bringt die rund 27 Meter langen Leimholzbinder für den neuen Standort nach Föhr. 
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Hagebau

In Insellage

Wer auf Föhr einen Hagebau Kompakt-Markt bauen und seinen Baustoffhandel modernisieren will, muss mit der Tide und der Fähre planen. Und mit Wind rechnen. 
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Ein neuer Hagebau Kompakt, dazu ein modernisierter Baustofffachhandel: C.G. Christiansen hat auf Föhr einen Standort gebaut, der Privat- wie Profikunden versorgt – mitten in der Nordsee, mit all ihren Eigenheiten. Der Weg zu diesem besonderen Projekt war Teamarbeit zwischen Inselbetrieben, Reederei, Hagebau-Zentrale und vielen helfenden Händen.

„Unser Untergrund fordert Respekt“, sagt Torben Jacobs, Standortleiter Fachhandel. „Hoher Wasserstand und besondere Gründungen sind hier stellenweise normal.“ Fundamente, Materialzufuhr, Zeitfenster: Vieles richtet sich nach Wind und Tide. Ein Beispiel sind die rund 27 Meter langen Leimholzbinder für das Dach. „Solche Größen bewegt man nicht nebenbei. Anlieferung, Zwischenlager, Kran – alles musste mit der Reederei abgestimmt werden, damit wir weder Fährbetrieb noch Verkehr ausbremsen.“

Jede Palette kommt übers Wasser, und das wird im Sommer zur Königsdisziplin. „Während der Hauptsaison ist auf den Fähren kaum Luft“, so Jacobs. „Dank enger Abstimmung bekamen wir aber feste Slots für die Lkw.“ Trotzdem verschoben Wetterlagen schon mal einen Termin. „Das gehört dazu und wir haben immer Puffer eingeplant.“ Auch für die Inselspeditionen bedeutete die Großbaustelle Neuland: „Statt zwei Paletten pro Tag brauchten wir plötzlich ganze Lkw. Auch das mussten wir gut abstimmen und einplanen.“

Torben Jacobs (l.) leitet den Fachhandelsstandort, Thies Krüger den Hagebau Kompakt-Markt.
Torben Jacobs (l.) leitet den Fachhandelsstandort, Thies Krüger den Hagebau Kompakt-Markt. (Quelle: Hagebau)

Wo immer es ging, wurden Gewerke an Föhrer Betriebe vergeben. „Das verlängert zwar Vorläufe“, sagt Jacobs, „bringt aber Qualität, kurze Wege und Akzeptanz.“ Elektrik, Tischlerei, Rohbau – fast alles blieb auf der Insel. „Das war uns wichtig.“

Und auch im Markt steht die Insel im Fokus. Marktleiter Thies Krüger erklärt: „Wir haben die Flächen von Grund auf geplant: starke Eigenmarken, dazu regionale Bedarfe – vom Renovieren der Ferienwohnung bis zur Profi-Baustelle.“ Neu ist eine frei zugängliche Farbmischanlage. „Die gab es so noch nicht und hilft, wenn am Wochenende spontan gestrichen wird.“ Und ja, Insel heißt auch: anderes Tierleben. „Maulwurfsfallen? Brauchen wir hier nicht, aber dafür eine größere Auswahl im Bereich Garten, Renovierung und Werkzeuge.“

Pünktlich zur Saisonwende öffnete der Standort auf knapp 2.200 m² Verkaufsfläche mit neuer Ausstellung und einem deutlich verbesserten Baustoffbereich. „Trotz Regen und Wind waren alle Parkplätze voll, es kamen mehrere tausend Besucher“, erinnert sich Krüger. „Unser Team ist von fünf…

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