Rainer Strnad
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Journalistische Texte sollten dieses eine Wort nicht enthalten: ich. In diesem Fall komme ich nicht darum herum. Über den Abschied von John Herbert – wir berichten darüber in diesem Heft – von der großen Bühne und seinen großen Aufgaben als Geschäftsführer des europäischen Baumarktverbands Edra/Ghin zu schreiben, ohne zu erwähnen, was das mit mir zu tun hat, geht nicht.

Denn für mich hat alles, was ich in meiner Arbeit in der internationalen Baumarktbranche gemacht habe, mit John Herbert zu tun. Ohne dass er, der große Netzwerk-Knüpfer und Kommunikator, mich in sein Netzwerk mit aufgenommen hätte, wären mir viele Türen verschlossen, viele Kontakte nicht erreichbar, wäre meine Berichterstattung über diese Branche schlicht so nicht möglich gewesen.

Ich sage das auch deshalb so offen, weil ich weiß: Bei vielen anderen war und ist es ähnlich. Jede und jeder, den man danach fragt, wie sich ihr Verhältnis zu John Herbert gestaltet hat, gibt diese Antwort: John hat mir geholfen.

Worin besteht diese Hilfe? John Herbert ist überzeugt davon, dass gemeinsame Ziele nur gemeinsam erreicht werden können. Also baut er Gemeinschaften.

Das hat er in seinen 17 Jahren bei der regionalen Baumarktkette Knauber gemacht, deren Orientierung an den Kunden und den Mitarbeitenden legendär und zu großen Teilen ein Werk John Herberts war.

Diesen Geist hat er nach seinem Intermezzo bei Home Depot (wo er ausgeschieden ist, weil das gemeinschaftliche Miteinander nicht funktioniert hat) als Geschäftsführer in den BHB getragen.

Und sozusagen materialisiert hat er diesen Geist, indem er noch als BHB-Geschäftsführer eine große, in ihrer Weitsicht erst später wirklich erfasste und damals also etwas verwegene Idee initiiert und zusammen mit dem französischen Baumarktverband in die Tat umgesetzt hat: die Gründung eines europäischen Dachverbands der Baumarktbetreiber und ihrer nationalen Verbände.

Das sagt sich heute so leicht. Wir, die wir uns seit 2011 Jahr für Jahr und in immer größerer Zahl auf dem Global DIY-Summit treffen, neigen gerne dazu, das als eine Selbstverständlichkeit zu nehmen. Aber das ist es nicht.

Das Besondere an dieser Veranstaltung war für mich immer, dass da nicht nur ziemlich wichtige, nein, die wichtigsten Leute aus der Baumarktbranche weltweit zusammenkommen, sondern vor allem, dass diese Leute ansprechbar sind. Sie kommen, um miteinander zu reden.

Dass dieses Konzept funktioniert, hat einen Grund, und der heißt John Herbert. Seine Methode ist so simpel wie erprobt: Er macht es…

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