Die LEH-Vertriebslinien aus der Rewe Group können dem Baumarkt an gemeinsamen Standorten Frequenz bringen.
Die LEH-Vertriebslinien aus der Rewe Group können dem Baumarkt an gemeinsamen Standorten Frequenz bringen.
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Toom

Die Zeichen der Zeit

20 Jahre Stillstand: So sieht die Führungsspitze bei Toom um den neuen CEO Jochen Vogel die Branche in der Vergangenheit. Und die Zukunft? Ist stationär – und trendig. 
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Vom LEH lernen, heißt ... ja was: siegen lernen? Mehr Umsatz machen? Das vielleicht. Aber vor allem könnte es heißen, mehr über Trends zu lernen und darüber, wie Baumärkte Trends überhaupt identifizieren.

An der Spitze von Toom Baumarkt steht seit dem 1. Juli ein Mann, den diese Frage nicht nur umtreibt, sondern dessen Werdegang eine Menge Expertise in genau dieser Frage signalisiert: Die Rewe Group hat Jochen Vogel, der zunächst bei Aldi und dann unter anderem bei der „roten Rewe“ Karriere gemacht hat, zum Nachfolger des in der DIY-Branche groß gewordenen René Haßfeld bestellt. Man kann davon ausgehen, dass der Vorstand bei der Berufung Vogels auf diese spezielle Expertise geschaut hat – den Blick eines Managers, der als Profi mit zweieinhalb Jahrzehnten Führungserfahrung im Einzelhandel und gleichzeitig als Neuling auf die Baumarkt-Vertriebslinie der Rewe Group wie auch die ganze DIY-Branche blickt. Eine spannende Ausgangslage für ein Gespräch zusammen mit Jan Karrasch. Der neue CFO verfügt über tiefgreifende Finanzexpertise, unter anderem als CFO von IKI Litauen und langjähriger Leiter Finanzen und Controlling bei Rewe digital. Auch in der Baumarktbranche war er bereits tätig.

Jochen Vogel hat schon vor seinem Wechsel auf den Toom-Chefsessel bei der Rewe Group Karriere gemacht.
Jochen Vogel hat schon vor seinem Wechsel auf den Toom-Chefsessel bei der Rewe Group Karriere gemacht. (Quelle: Dähne Verlag, Strnad)

Zur Jahresmitte hat Toom einen Umsatzrückgang gemeldet. Wie sieht die Gesamtbilanz des Jahres 2025 aus?

Jochen Vogel: Was den Umsatz angeht, war es ein herausforderndes Jahr. Nichtsdestotrotz konnten wir den negativen Trend gegen Ende des Jahres zumindest umkehren, sodass wir mit Zuversicht ins Jahr 2026 blicken.

 

Welche Bedeutung hat in diesem Zusammenhang das Omni-Channel-Geschäft?

Im Vergleich zu anderen Branchen haben Player wie Amazon oder Temu und Co. schon einen sehr hohen Anteil. Und wir als stationäre Händler müssen uns Gedanken machen, ob wir an diesem Anteil teilhaben wollen.

 

Bei Toom hat man bislang immer gesagt: Kanal egal.

Das sehe ich nicht ganz so strikt, weil jeder Kanal seine originäre Aufgabe hat. Vor Ort müssen wir den bestmöglichen Service bezüglich Auswahl, natürlich auch Preis, Qualität, aber auch Beratung bieten. Wir sind immer noch im Findungsprozess: Was ist perspektivisch wichtig für den Online-Kanal und was wollen wir perspektivisch nur stationär anbieten?

Wir sind heute nicht so nah am Kunden wie der LEH.
Jochen Vogel 

Und zu welchen Erkenntnissen kommen Sie da?

Dass unser primäres Geschäft weiterhin der stationäre Handel ist…

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