Daniel Kalisch ist DACH-Geschäftsführer von WD-40. 
Daniel Kalisch ist DACH-Geschäftsführer von WD-40. 

WD-40

Gesellschaftlich relevant

Dass Reparieren und Upcycling – nicht nur bei den deutschen – Kundinnen und Kunden weiterhin ein Thema sind, zeigt die Repair Challenge, zu der WD-40 alljährlich aufruft. Das Ziel: Bestehendes erhalten statt ersetzen.

Wie kommt die Kampagne bei Ihren Kundinnen und Kunden an?

Daniel Kalisch: Die Resonanz auf die Repair Challenge ist sehr positiv. Was vor rund sechs Jahren in Deutschland begann, hat sich inzwischen zu einer internationalen Initiative entwickelt, die in mehr als 35 Ländern umgesetzt wird. Das zeigt uns, dass die Idee des Reparierens weit über einzelne Märkte hinaus Menschen anspricht.

Gleichzeitig beobachten wir, dass die eingereichten Projekte von Jahr zu Jahr vielfältiger und kreativer werden. Die Bandbreite reicht von kleinen Reparaturen aus dem Alltag bis hin zu umfangreichen Restaurierungen. Für uns ist das ein klares Signal: Viele Menschen möchten Dinge nicht einfach ersetzen, sondern ihnen mit eigenen Ideen und handwerklichem Geschick ein zweites Leben geben.

Hier wurde ein Roller als Bausatz aus einem Keller gerettet und im WD-40 Design restauriert. 
Hier wurde ein Roller als Bausatz aus einem Keller gerettet und im WD-40 Design restauriert.  (Quelle: WD-40)
Hier wurde ein Roller als Bausatz aus einem Keller gerettet und im WD-40 Design restauriert. 
Hier wurde ein Roller als Bausatz aus einem Keller gerettet und im WD-40 Design restauriert.  (Quelle: WD-40)

Welche Gegenstände werden dabei erneuert?

Die Bandbreite der eingereichten Projekte ist enorm. Sie reicht von der Rettung eines alten Notausgangsschildes über ein Gemütlichkeits-Upgrade für eine Couch und den Bau eines Kräuterbeets bis hin zur Notreparatur des Lüfters eines US-Wohnmobils. Auch größere Projekte sind vertreten, etwa der Umbau einer Unfall-Kawasaki zu einem Low-Budget-Bobber, die Wiederaufbereitung einer Estrichfräse oder Arbeiten an einem VW Caddy.

Gerade diese Vielfalt macht die Repair Challenge so spannend: Entscheidend ist nicht die Größe des Projekts, sondern die Idee, vorhandene Gegenstände zu erhalten, wieder nutzbar zu machen und ihre Lebensdauer zu verlängern. Unsere öffentlich einsehbare Galerie unterstreicht diese Vielfalt und zeigt, was möglich ist.

Auch eine Schaukelanlage wurde restauriert.
Auch eine Schaukelanlage wurde restauriert. (Quelle: WD-40)

Trifft dieses Thema den Zeitgeist?

Repariert wurde natürlich schon immer. Heute gewinnt das Thema jedoch aus mehreren Gründen wieder deutlich an Bedeutung. Zum einen achten viele Menschen stärker auf ihre Ausgaben und überlegen genauer, ob ein defekter Gegenstand wirklich sofort ersetzt werden muss. Zum anderen wächst das Bewusstsein dafür, dass Reparieren Ressourcen schont, Abfall vermeidet und die Lebensdauer vorhandener Produkte verlängert. Reparieren verbindet damit wirtschaftliche Vernunft, Nachhaltigkeit und die Freude am Selbermachen.

Diese Entwicklung erleben wir auch in unserer Zusammenarbeit mit den Repair Cafés. Das Interesse und die Zustimmung nehmen weiter zu. Dort wird Wissen praktisch vermittelt und Menschen werden dabei unterstützt, selbst aktiv zu werden.

2026 wurde die Zusammenarbeit aufgrund der positiven Resonanz ausgebaut: Statt zuvor 200 beteiligten Standorten begleiten nun rund 250 Repair Cafés die Initiative. Erstmals wurde dabei auch Österreich offiziell in das Netzwerk integriert. Für uns zeigt das, dass Reparieren kein kurzfristiger Trend ist, sondern eine Bewegung, die gesellschaftlich immer relevanter wird.

Ein Teilnehmer verwandelte eine rostige Tonne in einen Stehtisch.
Ein Teilnehmer verwandelte eine rostige Tonne in einen Stehtisch. (Quelle: WD-40)
Ein Teilnehmer verwandelte eine rostige Tonne in einen Stehtisch.
Ein Teilnehmer verwandelte eine rostige Tonne in einen Stehtisch. (Quelle: WD-40)

Sehen Sie auch in Zukunft Potenzial für diese Kategorie?

Ja, wir sehen hier erhebliches Potenzial. Unser Anspruch ist es, noch mehr Menschen für DIY und das Reparieren zu begeistern und ihnen zu zeigen, was sie mit den richtigen Produkten, etwas Wissen und Eigeninitiative selbst erreichen können. Dabei spielen Kooperationen eine zentrale Rolle. Gemeinsam mit Handelspartnern und Repair Cafés können wir Verbraucherinnen und Verbraucher dort erreichen, wo Produkte, Beratung und praktische Anwendung zusammenkommen.

Auch für den Handel bietet das Thema attraktive Möglichkeiten: Reparaturprojekte schaffen konkrete Anwendungsanlässe, vermitteln Produktwissen und können zusätzliche Kaufimpulse am Point of Sale setzen. Bei der Repair Challenge 2026 wurde dies unter anderem durch Aktionsdosen und Displays unterstützt.

Für uns ist die Repair Challenge deshalb langfristig angelegt. Die Vorbereitungen für die Kampagne 2027 laufen bereits, und wir möchten die Initiative gemeinsam mit unseren Partnern kontinuierlich weiterentwickeln. Die nächste Repair Challenge startet im Frühjahr 2027.

Dies ist die Langversion des Beitrags aus der Printausgabe diy 11/2026.

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