Im Schnitt 31.193 Euro pro Kopf

Kaufkraft der Deutschen steigt 2026 um 5 Prozent

(Quelle: Pexels.com / Pixabay)
15.01.2026

Die Kaufkraft der Deutschen wächst 2026 deutlich, erwarten die Marktforscher von NIQ Geomarketing: Mit durchschnittlich 31.193 Euro pro Kopf liegt sie ihren Berechnungen zufolge 5 Prozent über dem Vorjahr, was einem Plus von 1.466 Euro entspricht. Die aktuelle NIQ-Kaufkraftstudie prognostiziert für Deutschland eine Kaufkraftsumme von 2.607,0 Milliarden Euro, die für Konsumausgaben, Wohnen, Freizeit oder zum Sparen zur Verfügung stehen.

NIQ berücksichtigt für die Berechnung der Kaufkraft das nominal verfügbare Nettoeinkommen der Bevölkerung inklusive staatlicher Transferzahlungen wie Renten, Arbeitslosen- und Kindergeld. Ob und wie viel jedoch vom nominalen Kaufkraftzuwachs real für die Ausgaben der Bürger übrigbleibt, hängt davon ab, wie sich 2026 die Verbraucherpreise entwickeln werden.

Markus Frank, Experte im Bereich Geomarketing von NIQ, kommentiert: „Nach moderaten Anstiegen in den vergangenen Jahren wächst die Kaufkraft der Deutschen 2026 mit 5 Prozent wieder deutlich spürbarer. Die reale Kaufkraftentwicklung wird jedoch durch eine moderate Inflation und Unsicherheiten in der Zollpolitik gebremst. Kreise wie Lichtenfels und Coburg profitieren dabei von einem starken Mittelstand und den höchsten Kaufkraftzuwächsen, während Städte mit Automobil- und Zuliefererstrukturen wie Wolfsburg, Baden-Baden und Ingolstadt bei der Pro-Kopf-Kaufkraft zwar wachsen, jedoch deutlich langsamer als die anderen Kreise.“ Baden-Baden hat den zweithöchsten Rückgang im Kaufkraftindex (-2,4 Punkte); Produktionsstandorte der Automobilindustrie gibt es in den angrenzenden Städten Rastatt, Gaggenau und Bühl.

Nur vier Bundesländer überdurchschnittlich

Die regionale Verteilung der Kaufkraft bleibt sehr unterschiedlich. Bei den Bundesländern belegt wie in den Vorjahren Bayern den ersten Platz. Hier stehen den Menschen 2026 durchschnittlich 33.666 Euro pro Kopf für ihre Ausgaben und zum Sparen zur Verfügung, womit sie knapp 8 Prozent über dem bundesweiten Durchschnitt liegen. Auf dem zweiten Platz folgt Hamburg, das nun das zweite Jahr in Folge vor Baden-Württemberg und mit 33.019 Euro pro Kopf knapp 6 Prozent über dem Durchschnitt liegt. Zusammen mit Hessen sind das die einzigen vier der 16 Bundesländer, deren Pro-Kopf-Kaufkraft über dem Bundesschnitt liegt.

Zur Startseite
Mehr zum Thema
Das neue Abo: Print – Digital – Online
Jetzt gratis testen
diy Fachmagazin für die Baumarkt- und Gartenbranche
Lesen Sie auch