Im gesamten Einzelhandel summieren sich die Inventurdifferenzen 2008 auf 3,9 Mrd. €. Kunden verursachen hiervon 53 Prozent, also knapp zwei Mrd. €, stellt das Euro-Handels-Institut (EHI) in seiner jüngsten Untersuchung fest. Den eigenen Mitarbeitern werden 23 Prozent, also rund 900 Mio. € angelastet. Der Rest entfällt auf Lieferanten, Servicekräfte und organisatorische Fehler. Im Vergleich 2008 zu 2007 sind die Inventurdifferenzen im deutschen Einzelhandel insgesamt im Durchschnitt aller Branchen um drei Prozent rückläufig. Als Auswirkung der aktuellen Wirtschaftkrise erwarten zwei Drittel der Befragten 2009 eine Zunahme der Kundendiebstähle um durchschnittlich sechs Prozent in 2009. An der aktuellen Untersuchung des EHI zum Thema Inventurdifferenzen beteiligten sich 78 Unternehmen mit insgesamt fast 12.500 Verkaufsstellen, die einen Gesamtumsatz von rund 57 Mrd. € repräsentieren.