Wolf-Garten meldet Insolvenz an

15.01.2009
Der Insolvenzverwalter sucht eine dauerhafte Sanierungslösung. Mehrere Interessenten auch aus der Branche zeigen Interesse an einer Übernahme

Wolf-Garten hat Insolvenzantrag gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter hat das Amtsgericht Betzdorf Dr. Klaus Ortmüller, Betzdorf, bestellt. Es werde nach einer dauerhaften Sanierungslösung gesucht, teilte Ortmüller mit. Dazu würden auch Gespräche mit strategischen Investoren fortgesetzt. Der Betrieb soll fortgeführt werden. Das Unternehmen unterhält Produktionsstandorte am Stammsitz Betzdorf sowie in St. Wendel und in Etzbach. Das Management arbeitet zum Teil in Köln. Insgesamt werden rund 450 Mitarbeiter beschäftigt.
Ziel des Insolvenzverwalters ist eine möglichst kurzfristige Lösung, wie zu hören ist. Jedenfalls bleibt die Darstellung der Siegener Zeitung unwidersprochen, wonach es bereits mehrere Interessenten für einen Einstieg bei Wolf-Garten gibt. Einige der möglichen Investoren seien in ähnlichen Branchen tätig, andere wollten mit der Übernahme des Traditionsunternehmens ihr Portfolio ergänzen, wird Ortmüller wiedergegeben.
Kurz vor Weihnachten hatte das Unternehmen Liquiditätsschwierigkeiten eingeräumt. Auch Gespräche mit der Landesregierung über eine Bürgschaft waren geführt worden. In der vergangenen Woche war es dann zu einem Wechsel in der Führungsspitze gekommen. Gerüchte und kritische Stimmen auch auf Seiten des Handels hatte es jedoch schon früher gegeben. Dagegen spricht das Unternehmen von einer nach wie vor guten Auftragslage.
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