Die deutsche Möbelindustrie sieht trotz oder gerade wegen der Finanzkrise Chancen für eine positive Entwicklung. Immer dann, wenn die Menschen größere Unsicherheit verspürten, bekomme das eigene Zuhause einen höheren Stellenwert, meint Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie. Begründet wird diese Hoffnung auch mit der positiven Entwicklung im schwierigen dritten Quartal, indem ein Plus von 1,5 Prozent erzielt wurde. Insgesamt setzten die heimischen Möbelhersteller (ab 50 Beschäftigte) von Januar bis September Möbel im Wert von insgesamt 11,8 Mrd. € ab und damit 3,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Geschäfte im Inland lagen im selben Zeitraum bei einem nominalen Plus von 0,5 Prozent, im Export zeigt sich eine abflauende Dynamik auf hohem Niveau. Diese kletterten um 7,2 Prozent auf einen Wert von 5,8 Mrd. €. Insgesamt rechnet der Verband für das Jahr 2008 mit einem Plus zwischen 2 und 2,5 Prozent.