Als Martin Bogie vor rund 15 Jahren den Gedanken für einen Neubau seines Gartencenters Bogie’s Pflanzenwelt in Meerbusch gefasst hat, wusste er noch nicht, was auf ihn zukommen würde. Die deutsche Bürokratie im Zusammenspiel mit der Corona-Pandemie haben die großangelegten Investitionspläne des Familienvaters lange verschleppt – und tun es weiterhin.
Mittlerweile ist noch eine ganz andere „Herausforderung“ dazugekommen: Drei seiner Kinder sind ins Unternehmen eingestiegen. Im März 2025 hat mit Sophia und Matthias Bogie die vierte Familiengeneration die Geschäftsführung übernommen; Jonas Bogie wird in absehbarer Zeit zu seinen Geschwistern dazustoßen, der gelernte Gastronom wird das neue Café leiten.
Das bringt natürlich einige Hürden mit sich: „Wenn wir ‚nur‘ den alten Betrieb übergeben würden, wäre das alles kein Problem. Aber ich kann ja keinen Betrieb neu bauen, den dann meine Kinder verantworten müssen“, weiß Martin Bogie. „Dieser Neubau war jetzt jahrelang mein Baby. Das aus der Hand zu geben war keine leichte Entscheidung. Aber das soll jetzt deren Ding werden, nicht mehr meins.“ Oder kurz gesagt: „Die Ideen müssen von der Jugend kommen.“
Gleichzeitig kennt er aber die Herausforderungen des Unternehmertums. Sein Sohn Jonas hat sich erst vor Kurzen einen Kreuzbandriss zugezogen – das Timing ist quasi „Glück im Unglück“: „Wenn das während der Umbauphase oder der Eröffnung gewesen wäre, wäre das ein Problem geworden.“ Noch dazu sind die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für ein großes Projekt wie den Neubau nicht mehr dieselben wie noch in der ersten Planungsphase.
„Es ist ein langer und aufwendiger Gang, der aktuell noch weiterläuft“, weiß Bogie: „Wir machen jetzt erst die Übergabe und der Bau kann dementsprechend noch drei Jahre dauern.“ Dafür hat sich Bogie mittlerweile Hilfe geholt. „Die Realität ist: Ich war überfordert mit der ganzen Situation“, gesteht Martin Bogie. „Damit es bei so einem Prozess keine Konflikte gibt, muss man dabei begleitet werden.“ Das gebe beiden Seiten Sicherheit – der abgebenden wie der übernehmenden Generation.
Mittlerweile gibt es auch positive Signale für den Neubau: Seit April 2025 ist der Bebauungsplan rechtskräftig. Denn Martin Bogie hat trotz aller Widrigkeiten nach wie vor eine klare Timeline: bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2030 soll das Gesamtprojekt abgeschlossen sein. Gleichzeitig weiß er aber auch, dass das nur noch bedingt in seiner Hand liegt: „Wohin die Reise geht, kann ich nicht sagen. Ich bin nur der…












