Ausgerechnet in Ettlingen zeigt Obi, wohin die Reise für die Nummer zwei, die erklärtermaßen wieder die Nummer eins im deutschen Baumarktgeschäft werden will, gehen soll – in Ettlingen, wo der Dähne Verlag mit seiner diy-Redaktion seinen Sitz hat, keine fünfzehn Minuten zu Fuß vom neuen Obi-Markt entfernt. Natürlich ist das ein Zufall. Aber halt ein schöner.
CX-Markt – für Customer Experience – nennen sie das neue Markenkonzept intern. Getestet wurde es zuerst am Pilotstandort Köln-Pesch, Ettlingen ist der erste seiner Art in freier Wildbahn. Dabei handelt es sich bereits um den 16. Markt, den Obi in diesem Jahr eröffnet hat. Auch mit seiner Größe von 9.400 m² passt er gut in die Obi-Ausrichtung: deutlich mehr als ein Nahversorger, aber eben keine Riesenkiste.
Man kann diesen Markt als Masterplan dafür lesen, wie die Baumarktgruppe künftig vorgehen will: mit mehr Franchising, mehr Profi-Geschäft, dazu mit klarerer Kundenführung und einem klaren Serviceprofil etwa bei den Themen Küche und Garten. Und mit mehr Biber: Der lugt munter – oder knitz, wie man hier im Badischen sagen würde – über den Windfang.
Gehen wir also den Masterplan durch. Mehr Franchising: Betreiber und Franchisenehmer ist die Auer-Gruppe, die bereits an sechs weiteren Obi-Märkten in Baden zwischen Freiburg und Sinzheim bei Baden-Baden beteiligt ist.
Dabei sind die Auers nicht irgendwer: Die Familie steht geradezu symbolhaft dafür, was Franchising für Obi bedeutet. Es ist nämlich eine der ältesten Franchisenehmer-Dynastien im Reich des Bibers. Dass auch die 92-jährige Mutter Helene Auer, die seit 1972 zusammen mit ihrem Mann Obi-Märkte betrieben hat, bei der Eröffnung anwesend war, passt also bestens ins Bild.
Ihr Sohn Ingo Auer – sein Bruder Stefan leitet die Stahlhandelssparte der Unternehmensgruppe – betonte in seiner Begrüßung, dass man sich als mittelständisches Unternehmen verstehe, das auf die Bedürfnisse der Kunden vor Ort eingehe. An den anderen sechs Obi-Märkten der Gruppe ist Auer über eine Minderheitsbeteiligung beteiligt; den Markt in Ettlingen betreibt dagegen eine eigene Tochtergesellschaft als Franchisenehmerin.
Was Franchising bei Obi bedeutet, weiß Ingo Auer auch aus einer weiteren Perspektive: Er hat viele Jahre im Obi-Vertrieb gearbeitet und war zeitweise Mitglied des Beirats. Im Interview mit diy (verfügbar auf diyonline.de) macht Ingo Auer auch klar, dass er hier seine eigene Handschrift in Sachen regionale Sortimente hinterlassen wird.
Der nächste wichtige Punkt im…












