Baumarkt kreiert das Unwort des Jahres

20.01.2010
"Betriebsratsverseucht" ist das Unwort des Jahres 2009. Der Begriff wurde von Abteilungsleitern einer Baumarktkette benutzt

"Betriebsratsverseucht" ist das "Unwort des Jahres" 2009. Das wurde gestern in Frankfurt bekannt gegeben. Wie es in der Begründung der unabhängigen Jury unter Leitung des Sprachwissenschaftlers Horst Schlosser hieß, war das Wort in einem Bericht der ARD-Sendung "Monitor" am 14. Mai vergangenen Jahres verwendet worden. Darin berichtete ein Mitarbeiter einer Baumarktkette, der Begriff werde von Abteilungsleitern benutzt, wenn ein Mitarbeiter von einer Filiale mit Betriebsrat in eine ohne Betriebsrat wechseln wolle. Dort könnte ihm vorgehalten werden, dass sein bisheriges Vertrauen in eine Arbeitnehmervertretung die Einstellung gefährde. Die Jury erklärte, die Wahrnehmung von Arbeitnehmerinteressen störe zwar viele Unternehmen. Sie als "Seuche" zu bezeichnen, sei indes zumindest ein sprachlicher Tiefpunkt im Umgang mit Lohnabhängigen.
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