Blues beim Baustoff-Fachhandel

01.08.2008
Der Umsatz stieg im 1. Halbjahr 2008 nur von 1,74 Prozent; nur Geschäft mit den Privatkunden entwickelt sich positiv

Die 933 Mitgliedsfirmen im Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel e. V. (BDB), Landsberg, konnten, so der Verband in einer Pressemeldung, ihren Umsatz im 1. Halbjahr 2008 nach einem Rückgang von 5,4 Prozent im 2. Halbjahr 2007 um 1,74 Prozent steigern. Begründet wird diese Entwicklung mit Preissteigerungen bei der Herstellung energieintensiver Warengruppen. Für die kommenden Monate zeichnen die Verbandsmitglieder ein eher gedämpftes Stimmungsbild: Im 2. Halbjahr 2008 rechnen 40,6 Prozent der Mitglieder an den bundesweit 2.203 Betriebsstätten mit fallenden Umsätzen, 30,7 Prozent schätzen die weitere Entwicklung unverändert ein, während 28,6 Prozent einen Umsatzzuwachs erwarten.
Während der Umsatz mit gewerblichen Kunden nahezu konstant blieb (- 0,23 Prozent), nahm der Umsatz mit Privatkunden um 8,30 Prozent zu. Drei Viertel seines Umsatzes erwirtschaftet der Baustoff-Fachhandel mit Profikunden, ein Viertel mit privaten Bauherren und Hausbesitzern, Tendenz weiter steigend. Wie der Blick auf die regionale Entwicklung zeigt, mussten die Mitgliedsfirmen in Rheinland-Pfalz (- 6.26 Prozent), Niedersachsen (- 5,12 Prozent) und Sachsen (- 3,17 Prozent) die deutlichsten Umsatzrückgänge hinnehmen. Dagegen freuten sich die Händler in Mecklenburg-Vorpommern (+ 4,03 Prozent), Baden-Württemberg (+ 3,53 Prozent), Bayern (+ 3,47 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (+ 3,32 Prozent) über leichte Umsatzzuwächse.
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