Baywa-Chef Wolfgang Deml zeigte sich am gestrigen Donnerstag, den 27. März 2008, auf der Bilanzpressekonferenz seines Unternehmens mit der Entwicklung 2007 sehr zufrieden. Er sprach von "einer sehr guten Bilanz 2007". Dieses Abschneiden sei auch deswegen so bemerkenswert, weil 2007 bei weitem nicht die in allen Segmenten durchgängig positiven Rahmenbedingungen vorfand, wie dies im Vergleichsjahr 2006 der Fall war. Der Umsatz von knapp 7,3 Mrd. € bedeutet operativ eine Zunahme um 1,3 Prozent. Dabei ist berücksichtigt, dass seit 2007 die Baustoffumsätze mit österreichischen Genossenschaften nicht mehr über die Wiener Baywa-Tochter RWA, sondern direkt über die Lagerhäuser fakturiert werden (im Vorjahr: 167 Mio. €). Während die Agrarumsätze erheblich nach oben geklettert sind, waren als Folge schwieriger Märkte die Erlöse in den Segmenten Bau und Energie niedriger. In Deutschland erzielte der Konzern rund zwei Drittel der Erlöse, in Österreich und Osteuropa insgesamt rund ein Drittel.Der Gesamtumsatz im Segment Bau belief sich 2007 auf 1,68 Mrd. €. Er lag damit unter Berücksichtigung der Bereinigung in Österreich um fünf Prozent unter dem Vorjahreswert. Speziell im Baustoffhandel hat sich der Markt abgeschwächt. Das Neubauvolumen im Ein- und Zweifamilienhausbau brach um 22 Prozent ein und auch der Sanierungsmarkt ging zurück. Dies führte im Baustoffhandel des Baywa-Konzerns, bereinigt um die veränderte Umsatzverrechnung, zu einem Umsatzrückgang von 8,4 Prozent auf 1,2 Mrd. €. Besser konnten die Bau- und Gartenmärkte des Konzerns abschneiden. Sie erzielten ein Umsatzplus von 5,9 Prozent auf 443 Mio. €.