Obi viral

30.10.2007
Hammer-Jongleur ist Obi-Produkt und Teil der neuen Werbestrategie der Wermelskirchener; der Clip wurde millionenfach verbreitet

Der Clip geisterte gut drei Wochen durch das WWW: Ein Heimwerker treibt dank geschickten Jonglierens mehrerer Hämmer einen Nagel in einen Deckenbalken. Im Hintergrund: dezent ein Obi-Eimer. Deutschlands größter Baumarktbetreiber hat jetzt das Geheimnis gelüftet und "bekennt" sich offiziell als Autor des Werbefilms "in Amateurästhetik". In den ersten drei Wochen nach seiner Platzierung im deutschsprachigen Internet habe der Clip, so Obi, über vier Mio. Viewer erreicht und tausende Diskussionsbeiträge angestoßen. Über YouTube, Metacafé, MySpace, Break und andere internationale Portale habe sich die geplante Epidemie unter weiteren 1,8 Mio. Usern u.a. in den Beneluxländern, Großbritannien, Osteuropa und den USA verbreitet. Der "Hammer-Jongleur" ist der "virale Motor" einer integrierten Kommunikationskampagne für die laufende Angebotsaktion "Hammer-Herbst" von Obi. Die Kreation zu dem Online-Video stammt von der Hamburger Agentur DSG, die auf Viral-Marketing spezialisiert ist. Zur Erinnerung: Virale Werbemaßnahmen (von "viral" = sich epidemisch wie ein Virus ausbreitend) wurden 2006 in der deutschen DIY-Branche zum ersten Mal von Hornbach mit seiner Ron Hammer-Aktion eingesetzt. Damals geisterte wochenlang ein Clip über einen angeblich gescheiterten Rekordversuch des Stuntmans Ron Hammer, der einen Hornbach-Markt mit seinem Motorrad überspringen wollte, im Internet. Das Urbeispiel für virales Marketing ist das Werbespiel "Moorhuhn" von Johnnie Walker. Diese neue Marketingart steht u. a. wegen möglichem Product Placement und der Verletzung der Trennung von Anzeigen und Redaktion in der Kritik.
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