Einzelhandel hinkt Konsum hinterher

20.06.2007
Die privaten Haushalte geben mehr aus – aber nicht im Einzelhandel, der immer weniger von den Verbraucherausgaben abbekommt

Die Umsätze im Einzelhandel hinken dem privaten Verbrauch seit geraumer Zeit hinterher. Darauf hat das Ifo-Institut hingewiesen. Die privaten Haushalte in Deutschland haben im Jahr 2006 fast 1,3 Billionen € für Waren und Dienstleistungen ausgegeben. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies ein Plus von nominal 2,2 und real 0,8 Prozent. Dagegen hat der Einzelhandel seine Umsätze nominal lediglich um 0,9 Prozent gesteigert. „In den vergangenen 15 Jahren erhöhten sich die nominalen Konsumausgaben der privaten Haushalte etwa doppelt so stark wie ihre Käufe im Einzelhandel“, erklärt dazu Josef Lachner, Handelsexperte des Instituts. Insgesamt ist der Anteil der Käufe im Einzelhandel an den gesamten Konsumausgaben der Haushalte von mehr als 36 Prozent im Jahr 1991 auf unter 31 Prozent im Jahr 2006 gesunken. Auch innerhalb der Segmente gab es Verschiebungen. So haben die Verbraucher 1994 noch 8,3 Prozent ihrer Konsumausgaben für Einrichtungsgegenstände, Apparate, Haushaltsgeräte und -Ausstattung sowie für deren Instandhaltung getätigt. 2006 waren es nur noch 7,0 Prozent.
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