Kein großes Tamtam in diesem Jahr. Die Veranstalter boten dafür mehr Raum für direkte Gespräche. 
Kein großes Tamtam in diesem Jahr. Die Veranstalter boten dafür mehr Raum für direkte Gespräche. 

Lichtwoche Sauerland

Dialog statt Inszenierung

Statt großen Inszenierungen geht es der Lichtbranche um den Austausch, statt völlig neuer Designs setzt sie auf Weiterentwicklungen und anstelle von kurzfristigen Messeständen wählt sie langfristig nutzbare Showrooms.     

Alljährlich kommt die Branche für dekorative und häusliche Beleuchtung rund um Arnsberg zusammen, um sich auszutauschen – so auch in diesem März. „Mehr als dreieinhalbtausend Fachbesucher nutzten die Lichtwoche Sauerland für Einordnung und Entscheidungen in einer anspruchsvollen Marktlage“, berichten die Veranstalter.

Händler aus Deutschland, den Benelux-Ländern, Skandinavien sowie aus Süd- und Osteuropa trafen auf Hersteller aus der Region sowie auf internationale Marken und kamen ins Gespräch. Das sei in der aktuellen Marktsituation wichtiger geworden als große Inszenierungen, sind die Sprecher der Lichtwoche, Alois Fischer und Navid Sanatgar, überzeugt. „Gerade weil der Markt für dekorative und häusliche Beleuchtung anspruchsvoller geworden ist, gewinnt diese Form der Begegnung an Bedeutung“, unterstreichen sie.  

Das traf auch auf die Ausstellung von Ledvance zu. Der Anbieter für Allgemeinbeleuchtung hat sich im Sauerland als Partner des Handels präsentiert. Dabei stand der Austausch ebenso im Vordergrund wie die besonderen Lösungen, die sich das Unternehmen für seine Handelspartner überlegt hat, beispielsweise eine abschließbare Vitrine zur Sicherung der Produkte im Markt oder Zweitplatzierungen und Displays, die bei saisonalen oder aktionsbezogenen Platzierungen unterstützen.

„Der entscheidende Marktvorteil von Ledvance liegt in der außergewöhnlichen Breite des Sortiments“, hob Isabella Lang, Head of Marketing DACH, hervor. Als Vollsortimenter biete das Unternehmen für jede Kundengruppe und jede Anforderung das passgenaue Portfolio – von funktionalen Lichtlösungen und technischen Leuchtmitteln über Wand- und Deckenleuchten sowie dekorativen Wohnraumleuchten bis hin zum Smart+-Portfolio. Auf der Messe unterstrich der Hersteller diese Kompetenz und präsentierte über alle Kategorien hinweg Neuheiten.

Im Bereich Wohnraumleuchten wurden Glasvarianten von Wand- und Deckenleuchten sowie dekorative Leuchten in vielfältigen Formen und Farben gezeigt. Sie sind so gestaltet, dass sie zu verschiedenen Einrichtungsstilen passen und nicht nur mit ihrer Lichtstimmung punkten wollen, sondern auch durch den dekorativen Faktor im „Auszustand“.  

Die Produktgruppen funktionales und technisches Licht sowie das Segment LED-Röhren und Replacement bildeten weitere Schwerpunkte.

Ein zentraler Anziehungspunkt war auch der Bereich Smart+ mit dem begehbaren Smart Home, das das Zusammenspiel zahlreicher smarter Produkte interaktiv erlebbar machte. Exemplarisch zeigte hier etwa eine Kamera im Kinderzimmer die Vorteile von smarten Innen- sowie Außenkameras.  

„Wir haben unseren Messeauftritt darauf ausgerichtet, Markenwelt und Anwendung erlebbar zu machen und gleichzeitig konkrete Unterstützung für die Verkaufsfläche zu bieten“, fasst Martin Braun, Head of B2C EU-W und Head of ECOM Europe, zusammen.  

Ledvance zeigte im Rahmen der Messe unter anderem sein Osram Smart+-Portfolio. 
Ledvance zeigte im Rahmen der Messe unter anderem sein Osram Smart+-Portfolio.  (Quelle: Ledvance)

Ebenso wie bei Ledvance standen auch in den Showrooms der anderen teilnehmenden Unternehmen aktuelle Leuchtenkollektionen für Wohnräume, Haus und Garten im Mittelpunkt. Große stilistische Umbrüche waren in diesem Jahr weniger zu beobachten, so das Fazit der Organisatoren. Stattdessen zeigte sich ein Markt, der stärker auf Weiterentwicklung setzt: neue Farbnuancen, verfeinerte Materialien und differenzierte Formensprachen prägten viele Präsentationen. „Viele Unternehmen arbeiten derzeit daran, ihr Profil zu schärfen“, so Fischer und Sanatgar. „Das bedeutet nicht unbedingt radikale Neuheiten – sondern Produkte, die überzeugend gestaltet sind, langfristig funktionieren und sich klar im Sortiment positionieren.“  

Nachhaltigkeit bleibt im Fokus – nicht nur bei den Produkten, sondern auch im Messeformat. Während große Messen für wenige Tage ganze Präsentationswelten errichteten, die danach wieder verschwinden, setze die Lichtwoche Sauerland bewusst auf bestehende Strukturen, unterstreicht Fischer. Die Produkte werden in den Showrooms der Hersteller und Importeure gezeigt. „Das reduziert Aufwand und Ressourcen“, ist er sich sicher.  

Auch im Detail spiegelte sich dieser Gedanke wider: Auf einen gedruckten Lightguide, eine Broschüre, die über die Aussteller und ihre Standorte informiert, wurde in diesem Jahr bewusst verzichtet. Stattdessen erhielten Besucher Fichten-Setzlinge – ein symbolischer Gruß aus der Region und ein Hinweis darauf, dass die Lichtwoche im Sauerland verwurzelt ist.  

Zur Orientierung setzten die Veranstalter stattdessen die LWS-App ein, die 2026 um neue Funktionen ergänzt wurde: Mit Luzi steht eine digitale Assistenz in der App zur Verfügung, die kurze Fragen rund um Aussteller, Standorte oder organisatorische Abläufe beantwortet. Ergänzend ermöglichen die neuen Aussteller-Updates, aktuelle Hinweise der teilnehmenden Unternehmen einzusehen.  

Während der Lichtwoche Sauerland kennzeichneten die teilnehmenden Unternehmen ihre Ausstellungen zudem mit einer leuchtenden Lichtwoche-Kugel am Eingang. Sie diente als Zeichen der offiziellen Teilnahme und sollte die Orientierung vor Ort erleichtern.

Bei der Lightnight trafen sich Besucher, Aussteller und Partner zu Gesprächen jenseits der Showrooms. Im Rahmen der Aktion „Ein Herz fürs Hospiz“ erhielten Besucherinnen und Besucher der Abendveranstaltung einen leuchtenden Herz-Anstecker und unterstützten damit die Hospizarbeit in der Region – eine Initiative, mit der in den vergangenen Jahren mehr als 35.000 Euro für den wohltätigen Zweck gesammelt werden konnten, wie die Organisatoren hervorheben.  

Mit dem Ende der Lichtwoche richtet sich der Blick bereits auf die nächste Ausgabe – sie ist für die erste Märzwoche 2027 vorgesehen. 

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