Am beliebtesten unter den Befragten ist smarte Beleuchtung. Sie kann beim Lernen und Arbeiten unterstützen, das Wohlbefinden verbessern und durch intelligente Steuerung energiesparend eingesetzt werden. 
Am beliebtesten unter den Befragten ist smarte Beleuchtung. Sie kann beim Lernen und Arbeiten unterstützen, das Wohlbefinden verbessern und durch intelligente Steuerung energiesparend eingesetzt werden. 

Smart Home | Langfassung

Deutschland wird smart

Knapp die Hälfte der Deutschen nutzt Smart-Home-Geräte. Das hat Bitkom in einer Studie herausgefunden. Smarte Beleuchtung führt das Ranking an.

Ein Bewegungssensor schaltet bei Inaktivität die Beleuchtung ab, das Thermometer regelt die Raumtemperatur, ein Roboter hält das Haus sauber – fast jeder zweite Haushalt in Deutschland ist mittlerweile smart: 48 Prozent der Deutschen geben an, im eigenen Zuhause mindestens eine Smart-Home-Anwendung zu nutzen. Das sind Ergebnisse einer Befragung aus dem vergangenen Jahr im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Die Nutzerzahlen steigen im Vergleich zu den Vorjahren noch einmal leicht an: 2022 hatten 43 Prozent der Befragten zumindest Teile ihres Zuhauses smart ausgerüstet, 2023 waren es 44 Prozent und im Folgejahr 46 Prozent.

Am häufigsten verwendet werden intelligente Beleuchtungssysteme: 38 Prozent aller Deutschen haben die eigenen vier Wände bereits damit ausgestattet. Knapp dahinter folgen smarte Heizkörperthermostate (35 Prozent). Aber auch smarte Steckdosen (35 Prozent) und intelligente Verbrauchszähler (22 Prozent) sind bei den Nutzerinnen und Nutzern beliebt.

Mit Bewegungssensoren lässt sich Energie durch präsenz- oder bewegungsabhängige Lichtsteuerung einsparen. 
Mit Bewegungssensoren lässt sich Energie durch präsenz- oder bewegungsabhängige Lichtsteuerung einsparen.  (Quelle: Dähne Verlag, Rinn)

24 Prozent der Befragten verwenden Staubsauger-Roboter, und Rasenmäher-Roboter nutzen 16 Prozent. 16 Prozent setzen auf intelligente Videoüberwachung, 10 Prozent besitzen smarte Alarmanlagen und rund 7 Prozent haben intelligente Rauchmelder installiert.

„Smart-Home-Technologien erhöhen den Wohnkomfort und helfen Energie und damit Kosten zu sparen. Wir erwarten, dass die Nachfrage weiter steigen wird“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Eine ähnliche Entwicklung beobachtet auch der Onlinehändler Galaxus: 2025 wurden über die Plattform zwei Drittel (65 Prozent) mehr Smart Home Hubs – eine Steuereinheit für mehrere Geräte im vernetzten Zuhause – verkauft als im Vorjahr. Die Nachfrage wuchs hier schon 2024 um 40 Prozent.

Der Trend folge einem Boom bei smarten Steckdosen, Heizungen, Rollläden und ähnlichen Produkten. Nutzerinnen und Nutzer schielten dabei auch auf die Energiekosten, weiß der Händler.

Ein Blick auf die Käuferstruktur zeigt, dass Smart Home Hubs vor allem ein Männerthema sind: 93 Prozent der bei Galaxus verkauften Geräte gehen an diese Zielgruppe. Die meisten Pakete landeten in den Briefkästen von 35- bis 44-Jährigen.

Im Rahmen der Bitkom-Studie gaben 59 Prozent der Smart-Home-Nutzerinnen und -Nutzer an, sechs oder mehr intelligente Anwendungen zu Hause im Einsatz zu haben. Knapp 5 Prozent der smarten Haushalte nutzen fünf Anwendungen, 7 Prozent greifen auf vier intelligente Lösungen im Haushalt zurück. 2 Prozent setzen eine bis drei solcher Anwendungen in den eigenen vier Wänden ein.

„Das Smart Home spielt seine Vorteile in der Kombination unterschiedlicher Technologien aus. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz eröffnet hier zusätzlich Möglichkeiten: So werden intelligente Lösungen im eigenen Zuhause deutlich nutzerfreundlicher – und damit auch für Menschen mit geringerer Technikaffinität attraktiv“, sagt Rohleder.

Dies ist die Langversion des Beitrags aus der Printausgabe diy 5/2026.

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