Eines der großen Mysterien der an Mysterien nicht armen Welt der Baumärkte haben jetzt die Kollegen der Rheinpfalz gelöst: Warum kostet der Fleischkäseweck in den SB-Warenhäusern von Globus (die ja jetzt Markthallen heißen) einem heiligen Schwur folgend grundsätzlich und überall 1,00 Euro, während er nur in einigen Globus-Baumärkten so viel kostet, in anderen aber 1,20 Euro oder auch einmal 1,40 Euro? Baumarktchef Timo Huwer höchstselbst erklärt in der Zeitung, warum das so ist; und jetzt, da man es liest, fragt man sich nicht zuletzt in der sowohl in Baumarkt- als auch in Feinschmeckerfragen eigentlich beschlagenen Zu-guter-Letzt-Redaktion, warum man da nicht früher drauf gekommen ist. Weil nämlich: Die Baumärkte produzieren die saarländischen Leckereien gar nicht selbst, die Markthallen aber schon. Weil ein Globus-Fleischkäseweck aber von Globus und niemand anderem produziert werden kann, müssen Stand-alone-Baumarkt-Standorte dieses Grundnahrungsmittel vom nächstgelegenen Globus-Supermarkt quasi im Amtshilfeverfahren importieren. Und je nachdem, wie weit der weg ist, kann das mit 20 oder manchmal eben auch mit 40 Cent zu Buche schlagen. Die so gesehen globale Lieferkette hat halt ihren Preis.









