Produktsuche im Handel

KI spielt besonders für Baumarktkunden noch eine Nebenrolle

Wer im Baumarkt einkaufen geht, plant das selten mit der KI.(Quelle: Pexels.com / Wolf Art)
Wer im Baumarkt einkaufen geht, plant das selten mit der KI.
24.09.2026

Nur jeder Fünfte nutzt KI bei der Suche zur Vorbereitung von Einkäufen nach Produkten und Angeboten. So bewerten IFH Media Analytics und Media Central die Ergebnisse ihrer jüngsten Studie. Stärken zeigt die Technologie demnach vor allem bei Orientierung und Einkaufsplanung, zugleich bremsen derzeit Zweifel an Nutzen, Verlässlichkeit und Transparenz eine breitere Anwendung. Etablierte Informationskanäle bleiben unverzichtbar: Die Produktsuche ist weiterhin crossmedial, während KI derzeit vor allem ein ergänzender Zugang zur Customer Journey ist.

Dass KI-Anwendungen bei der Suche nach Produkten und Angeboten im Handel bislang nur eine Nebenrolle spielen, lesen die Autoren der Studie „Angebotssuche im Wandel: Ersetzt KI Suchmaschinen und Händler-Apps?“ aus diesen Zahlen ab: 79 Prozent der Konsumentinnen und Konsumenten verzichten dabei auf KI-Unterstützung und setzen stattdessen – insbesondere bei langlebigen Konsumgütern – primär auf Suchmaschinen (62 Prozent) und Händler-Websites (61 Prozent). Nur 21 Prozent nutzen KI.

Baumärkte gehören zu den Branchen, bei denen KI besonders selten von den Kunden eingesetzt wird. Während im Möbelhandel bereits 24 Prozent und im Elektrohandel 21 Prozent der Kunden auf KI zurückgreifen, liegt der Anteil im Baumarktsegment bei 13 Prozent und im Lebensmitteleinzelhandel bei lediglich 10 Prozent.

Kein Bedarf gesehen

Die größte Hürde für eine breitere KI-Nutzung ist nicht die Bekanntheit der Technologie, sondern ihr wahrgenommener Nutzen: Fast jeder zweite Nichtnutzer sieht keinen Bedarf, 42 Prozent bevorzugen klassische Informationskanäle. Hinzu kommen Zweifel an Verlässlichkeit und Transparenz; Händler-Websites und etablierte Informationsquellen genießen deutlich mehr Vertrauen als KI-Anwendungen.

Wer KI bei der Produkt- und Angebotssuche bereits nutzt, erkennt jedoch einen Mehrwert: 86 Prozent sehen darin eine Unterstützung für bessere Kaufentscheidungen, 53 Prozent haben auf Basis einer KI-Empfehlung bereits ein Produkt gekauft. Das Bedürfnis nach Kontrolle bleibt dennoch hoch: 84 Prozent überprüfen die Ergebnisse zusätzlich über andere Quellen. Ihre Stärken entfaltet KI vor allem bei Orientierung und Einkaufsplanung, etwa bei der Beantwortung konkreter Fragen (52 Prozent), bei Produktvergleichen (45 Prozent) und beim Einholen von Empfehlungen (45 Prozent).

(Quelle: IFH Media Analytics, Media Central)
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