Ratenzahlung und Pay Later

Jeder zweite Europäer zahlt nicht sofort

Knapp ein Viertel der befragten Schweizerinnen und Schweizer belastet das verspätete Zahlen. (Quelle: Pexels, Andrea Piacquadio)
Knapp ein Viertel der befragten Schweizerinnen und Schweizer belastet das verspätete Zahlen. 
09.04.2026

Die Hälfte der Europäerinnen und Europäer nutzt Ratenzahlungen oder Dienste wie „Buy Now, Pay Later“ (BNPL). Das hat eine Befragung des Marktforschers Yougov im Auftrag des Onlinehändlers Galaxus ergeben. Rund die Hälfte der 2.663 Befragten zwischen 15 und 79 Jahren in Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien nutzt Ratenzahlungen und Pay-Later-Möglichkeiten. In der Schweiz hingegen setzt nur ein Viertel der Befragten auf die Möglichkeit, bereits erstandene Produkte und Dienstleistungen später zu bezahlen.

(Quelle: Yougov, Galaxus)

In Deutschland und Frankreich geben vier von zehn und in der Schweiz drei von zehn Pay-Later-Nutzern an, mehrmals pro Jahr auf Rechnung oder in Raten zu kaufen. Einige schließen sogar monatlich und wöchentlich neue Käufe ab, die sie in Raten ausgleichen. In Deutschland kauft jeder fünfte Pay-Later-Nutzer monatlich Produkte, die er oder sie später bezahlt, jede zehnte Person sogar wöchentlich. In Österreich kauft jeder dritte Pay-Later-User monatlich entsprechende Produkte. Die Schweiz zahlt am seltensten auf Rate. Vier von zehn Personen nutzen BNPL-Lösungen nur einmal im Jahr oder noch seltener.

(Quelle: Yougov, Galaxus)

23 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer verspüren starke oder sehr starke Belastung bei regelmäßigen Ratenzahlungen – der höchste Wert im Vergleich zu anderen Ländern.

Für die Mehrheit der Befragten werden Buy-Now-Pay-Later-Dienste aus Planungsgründen genutzt. „Ich kann die Zahlungen gut in meinem Monatsbudget einplanen“ ist in jedem Land die häufigste Antwort. Auch Bequemlichkeit und psychologische Effekte spielen eine Rolle. Rund jede vierte Nutzerin europaweit bestätigt, dass Ratenzahlungen bequemer sind und jeder Sechste sagt, dass sich Produkte dadurch nicht mehr so teuer anfühlen. Bei jedem Fünften ist der Grund: „Ich kann mir das Produkt oder die Dienstleistung sonst nicht leisten“. In Frankreich gibt dies sogar jeder dritte BNPL-Nutzer an.

In den befragten EU-Ländern wird Ratenzahlung in erster Linie für Elektronik genutzt. In Deutschland zu 50 Prozent, in Italien zu 54 Prozent und in Frankreich zu 44 Prozent. Einzig in der Schweiz ist „Auto oder Motorrad“ als Kategorie häufiger genannt worden. In Frankreich und Italien kaufen vier von zehn Befragten Haushaltsgeräte auf Raten. Der Anteil ist beinahe doppelt so groß wie zum Beispiel in der Schweiz oder in Deutschland.

BNPL-Lösungen werden in Europa meist ab 250 Euro genutzt, das ist in allen untersuchten EU-Ländern die häufigste Antwort. In der Schweiz sind 1.000 Franken die Schwelle.

(Quelle: Yougov, Galaxus)
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