BHB-Prognose

"Sehr optimistisch, dass 2026 besser wird"

Blicken optimistisch auf das Jahr 2026: BHB-Geschäftsführer Dr. Peter Wüst und BHB-Vorstandssprecher Peter Abraham.(Quelle: Dähne Verlag, Götz)
Blicken optimistisch auf das Jahr 2026: BHB-Geschäftsführer Dr. Peter Wüst und BHB-Vorstandssprecher Peter Abraham.
04.03.2026

Für die Baumarktbranche sieht der BHB in diesem Jahr einen "positiven Trend", erklärte BHB-Vorstandssprecher Peter Abraham auf der Pressekonferenz des Verbands gestern im Rahmen der Internationalen Eisenwarenmesse in Köln. Inzwischen stünden wegen der hohen Preise Energiesparen und die Modernisierung von Gebäuden wieder etwas stärker im Fokus. Die anziehenden Baugenehmigungszahlen lassen, so Abraham, nachgelagerte Umzüge und mehr Renovierungen erwarten. "Deshalb glauben wir, dass wir ein leichtes Plus haben werden", lautete seine Prognose für 2026.

"Wir sind sehr optimistisch, dass 2026 besser wird", pflichtete ihm BHB-Geschäftsführer Peter Wüst bei. Auf Nachfrage wurde er konkreter: Man erwarte, "mit plus ein bis zwei Prozent über der Inflation" aus dem Jahr auszusteigen.

Die Umsatzrückgänge des vergangenen Jahres (diy berichtete gestern) ordnete er in den Gesamtzusammenhang einer gelähmten Konsumstimmung ein (auch wenn die Verbraucher wieder mehr Geld für Urlaub, Freizeit und in der Gastronomie ausgeben - "unsere Hauptwettbewerber im Sommer", wie Abraham meinte): "Eigentlich hat 2025 keiner hervorragend abgeschnitten. Der einzige DIY-relevante Vertriebskanal mit Zuwächsen (1,3 Prozent) sind die Verbrauchermärkte, Discounter und andere Vertriebsformen vor allem im Lebensmitteleinzelhandel, die in unsere Sortimenten wildern - sehr erfolgreich wildern", wie Wüst sagte.

Eine leicht positive Entwicklung meldete der Verband aus dem Onlinehandel. Die Baumärkte haben ihre E-Commerce-Umsätze um 2,8 Prozent auf 1,22 Mrd. Euro gesteigert. Allerdings haben die Pure Player deutlich stärker zugelegt und ihre Umsätze mit DIY-Kernsortimenten um 4,2 Prozent auf 3,19 Mrd. Euro erhöht. Der gesamte Onlineumsatz mit diesen Produkten ist um 3,8 Prozent auf 5,797 Mrd. Euro gestiegen. Die Zahlen stammen vom IFH Köln und dem Marktforscher Klaus Peter Teipel.

BHB-Geschäftsführer Dr. Peter Wüst im Kurzinterview.

Blick in die Sortimente

Hier noch eine kurze Zusammenfassung der Sortimentsentwicklung des DIY-Handels insgesamt. Sie spiegelt nicht zuletzt die vom BHB beklagte Verbraucherstimmung wider.

In Deutschland

Die deutschen Kundinnen und Kunden sparen, so der Verband bei Wohnen/Dekoration (-5,2 Prozent), bei Fliesen (-5,0 Prozent) sowie bei Haushaltswaren und Gartengeräten (jeweils -4,1 Prozent) am meisten. Dass aber die Sanierungstätigkeit nicht gänzlich brach liegt, zeigt die Entwicklung im Bereich Wand/Boden (+1,7 Prozent), die allerdings mit Holz und Gartenausstattung (jeweils +0,5 Prozent) über das Gesamtjahr die einzigen Sortimente im Plus bleiben.

In Österreich

In Österreich entwickelten sich einige Sortimentsteile umsatztechnisch deutlich besser, was allerdings zum Teil der höheren Inflationsquote von 3,2 Prozent geschuldet ist. Allerdings sind die deutlichen Anstiege bei Bauchemie/Baumaterial (+5,2 Prozent), Holz (+6,8 Prozent) und Bauelemente (+6,8 Prozent) ein Zeichen, dass sich die Zurückhaltung gerade im sogenannten Sanremo-Segment allmählich auflöst.

In der Schweiz

In der Schweiz sind sowohl die Produktgruppe mit dem stärksten Anstieg (Gartengeräte, Be- und Entwässerung, +3,1 Prozent) wie auch die mit den größten Umsatzverlusten (Gartenmöbel, -11,1 Prozent) im grünen Bereich zu finden. Verloren hat auch der Bereich Wohnen/Dekoration mit -8,0 Prozent.

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