2024 war die Heimtierhaltung in Deutschland mit Umsätzen in Höhe von insgesamt gut 18 Mrd. Euro verbunden. Das ist das Fazit der „Heimtierstudie 2025: Update und Trends zur wirtschaftlichen Bedeutung der Heimtierhaltung in Deutschland“ von der Ökonomin Prof. Renate Ohr von der Georg-August-Universität Göttingen, vorgestellt vom Industrieverband Heimtierbedarf (IVH). Abzüglich der darin enthaltenen Importe ergebe das einen Beitrag der Heimtierhaltung zur deutschen Wertschöpfung von etwa 15,2 Mrd. Euro.
Für Heimtiernahrung kommt Ohr über alle Vertriebs- und Erstellwege auf 7,5 bis 9,5 Mrd. Euro. Die vom IVH für den stationären Handel errechneten 1,114 Mrd. Euro für Zubehör plus 300 Mio. Euro über den Onlinehandel, insgesamt 1,4 Mrd. Euro, sieht sie bei mindestens 1,5 Mrd. Euro.
Rund 34 Mio. Heimtiere leben laut den Studienergebnissen in deutschen Haushalten, die immer mehr wertgeschätzt werden. Obwohl es aktuell knapp 50 Prozent mehr Katzen als Hunde gebe, seien doch nur rund 20 Prozent mehr Katzenhaushalte als Hundehaushalte festzustellen, so Ohr. Ursache sei, dass Katzenbesitzer häufiger mehrere Katzen besitzen als Hundebesitzer einen Zweit- oder gar Dritthund. Bei den Ziervögeln scheine ebenfalls eine gewisse Tendenz zu bestehen, im Durchschnitt pro Haushalt mehr Tiere zu halten, da der gegenüber 2013 stabile Bestand mit einem sinkenden Anteil der Vögel besitzenden Haushalte einhergeht.
Die Gruppe „Aquarien, Terrarien, Fischteiche“ zeige sich insgesamt stabil bis leicht wachsend, heißt es weiter. „Während sich der Bestand an Aquarien nach einer rückläufigen Tendenz bis 2019 durch den Coronaboom wieder erholt hat und nach dessen Abflauen nun wieder auf dem Niveau von 2013 ist, zeigt der Bestand an Gartenteichen weiterhin eine abnehmende Tendenz.“ Der bis 2022 boomende Markt für Reptilien und Terraristik scheine sich etwas zu konsolidieren, fährt Ohr fort. Bei Aquarianern und Terrarianern hätten wohl auch die durch den Ukrainekrieg gestiegenen Stromkosten einen dämpfenden Einfluss.
Im europäischen Vergleich sei in fast allen betrachteten Ländern ein deutlicher Anstieg der Hunde- und Katzenhaltung über den Zeitraum 2013 bis 2024 zu beobachten, so Ohr.
Die komplette Studie steht zum Download unter www.economics.uni-goettingen.de/ohr bereit.













