Dämpfer im Sommer

12.09.2007
Der DIY-Handel hat im Juli und August sieben Prozent weniger umgesetzt. BHB-Präsident Rothacher fordert eine bessere staatliche Förderung von Wohneigentum

Von einem "Dämpfer für den Baumarkthandel" spricht der BHB im Blick auf den Umsatzverlauf der Bau- und Heimwerkermärkte im Sommer. In den Monaten Juli und August hat die Branche bis zu sieben Prozent (brutto) weniger umgesetzt als im Vorjahreszeitraum. Dagegen hatte es im Zeitraum Januar bis April 2007 noch ein Bruttowachstum von 8,8 Prozent gegeben. Gerade das ideale Gartenwetter im Frühjahr hatte für ein kräftiges Umsatzplus gesorgt. Im weiteren Jahresverlauf habe sich jedoch gezeigt, dass dieser Boom vorläufig nur ein zeitlich befristetes Gastspiel gewesen sei und für einige Wochen die schwierige Lage überdeckt habe, der sich der Baumarkthandel grundsätzlich gegenübersehe.
In einer ausführlichen Pressemitteilung nennt der Verband in diesem Zusammenhang die Mehrwertsteuererhöhung, die Neugestaltung der Unternehmensbesteuerung, den krankenden Wohnungsbau und die aktuellen Tarifverhandlungen.
BHB-Präsident Georg Rothacher fordert außerdem eine bessere Förderung von Wohneigentum durch den Staat. "Wer im Alter mietfrei wohnen will, der muss sich während seines Berufslebens den Bau einer eigenen Wohnung leisten können. Doch gerade einkommensschwache Familien haben es schwer, die notwendigen finanziellen Mittel aufzubringen. Hier muss der Staat seine Förderprogramme ausweiten", sagte Rothacher. Unzureichend seien auch die Informationen über Fördermöglichkeiten bei Maßnahmen zur energetischen Sanierung von Gebäuden im Bestand. Die Investitionen in erneuerbare Energien oder eine bessere Wärmedämmung von Häusern seien "nicht nur ein notwendiger Beitrag gegen den Klimawandel, sondern verhelfen auch der Wirtschaft zu neuen Aufträgen", so Rothacher weiter.
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