Nachfrageboom

16.01.2007
Der Baustoff-Fachhandel meldet für 2006 ein kräftiges Umsatzplus von 11,2 Prozent

Nach zehn Jahren rückläufiger Umsatzentwicklung bescherte das Jahr 2006 den bundesweit 1.040 Mitgliedsfirmen im Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel e. V. (BDB) einen regelrechten Nachfrageboom nach Baumaterialien. Den privaten Wohnungsbau beflügelten u. a. Vorzieheffekte im Rahmen der Mehrwertsteuererhöhung und die Aufarbeitung von Bauanträgen, die vor der Abschaffung der Eigenheimzulage eingereicht wurden. „Begünstigt durch einen bislang milden Winter haben diese Effekte nicht nur zu einem kräftigen Umsatzplus von 11,2 Prozent im vergangenen Jahr geführt, sondern sogar auch zu einigen Lieferengpässen“, so BDB-Präsident Max Schierer gestern auf der Messe Bau in München.
Während die Mitgliedsfirmen im ersten Halbjahr 2006 witterungsbedingt lediglich ein Umsatzplus von knapp 4,6 Prozent erzielten, habe, so der BDB, im zweiten Halbjahr 2006 ein regelrechter Run auf Baumaterialien eingesetzt. Wie im Vorjahr blieb die Entwicklung in Ostdeutschland mit plus 7,0 Prozent deutlich hinter der in Westdeutschland (+12,0 Prozent) zurück. Spitzenreiter unter den Bundesländern ist Thüringen (+16,9 Prozent) vor Hamburg (+16,6 Prozent), gefolgt von Bayern (+14,4 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (+14,1 Prozent).
Trotz der Mehrwertsteuererhöhung und dem zu erwartenden Rückgang in der Neubautätigkeit rechnet fast jeder zweite Baustoff-Fachhändler auch für das erste Halbjahr 2007 weiter mit steigenden Umsätzen. Acht von zehn Baustoff-Fachhändlern schätzten, so der BDB, die weitere Entwicklung ihres Unternehmens als zufriedenstellend oder gut ein.
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