Warenschwund: 220 € pro Haushalt

05.10.2006
Inventurdifferenzen sind ein teures Problem für den europäischen Einzelhandel - und den Konsumenten

Nach dem 6. Europäischen Diebstahlbarometer vom Centre for Retail Research (Nottingham), das mit Unterstützung von Warensicherungsspezialist Checkpoint Systems jährlich durchgeführt wird, beläuft sich der Wert von schwundbedingten Verlusten im europäischen Einzelhandel 2006 auf 29 Mrd. €. Das entspricht einer durchschnittlichen Belastung von 220 € pro Haushalt. Gemessen am Einzelhandelsumsatz beträgt die Schwundrate 2006 1,24 Prozent. Der vor fünf Jahren eingesetzte Abwärtstrend setzt sich also auch 2006 fort (2002: 1,45 Prozent), allerdings mit dem geringsten Rückgang seit fünf Jahren. Deutschland (1,07 Prozent) weist im Vergleich der 25 befragten Länder neben der Schweiz (0,92 Prozent) und Österreich (0,96 Prozent) die niedrigste Schwundrate auf - "bezahlte" aber immer noch fünf Mrd. €. Gründe hierfür liefert die Studie gleich mit: 40,6 Prozent der am meisten diebstahlgefährdeten Produkte wie Designerkleidung und Markenartikel werden nicht gegen Diebstahl geschützt. Diebstahl durch Konsumenten macht mit 14,159 Mrd. € weiter den größten Schwundanteil aus, gefolgt von internem Diebstahl durch Personal mit 8,925 Mrd. €. Damit sich das ändert, investierte der europäische Handel 2006 insgesamt acht Mrd. € in Sicherheitslösungen.
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