Nach Pressemeldungen sind die rund 150 Baumärkte von Marktkauf derzeit am Markt nicht zu verkaufen. Der Aufsichtsrat wird dahingehend zitiert, dass die Baumarktsparte „bis dato nicht zu verkaufen“ sei. Man werde sie sanieren müssen, um sie überhaupt verkaufen zu können. Die Geschäftsführung des Unternehmens erarbeitet gerade ein Sanierungskonzept, über das der Aufsichtsrat am 5. September beraten will. Seit Jahresbeginn sind in der Baumarktsparte des Unternehmens (rund 6.000 Beschäftigte) bereits 300 Stellen abgebaut worden. Der Sanierungskurs unter dem neuen Arbeitsdirektor Stephan Schelb sieht den weiteren Abbau von rund 1.000 Stellen im Gesamtunternehmen, davon allein 400 Stellen im Bereich Verwaltung und Logistik, vor. Schrieb das Unternehmen im vergangenen Jahr bei einem Umsatz von knapp 5,6 Mrd. € noch einen Verlust von 17,7 Mio. €, so sollen es in den ersten Monaten dieses Jahres bereits bis zu 50. Mio. € Verlust sein. Bei den Baumärkten sank der Umsatz im ersten Halbjahr 2006 auf 433 Mio. € (Vorjahreszeitraum: 465,5 Mio. €).