Zufriedene Spezialisten

01.12.2005
Gute Noten für den Baustoffhandel der Hagebau; auf Tagung wurde neue Unternehmensstrategie vorgestellt

Die Spezialisten im Baustoffhandel der Hagebau würden sich zu 93,2 Prozent wieder für die Soltauer Unternehmensgruppe entscheiden. Das ergab eine Umfrage, die das F&C Forschungsinstitut (Internationales Centrum für Franchising und Kooperation) an der Universität Münster 2005 im Auftrag der Hagebau unter 139 Gesellschaftern durchgeführt hat. Die Resultate wurden erstmals bei den Vollversammlungen der Spezialisierungspakete Baustoffhandel 2005 in Göttingen vorgestellt.
Der Verkaufsumsatz der aktuell 226 (Vorjahr: 220) Fachgruppenstandorte der Hagebau wird 2005 voraussichtlich um 3,5 Prozent auf 990,3 (Vorjahr: 956,7) Mio. € steigen. Bis 2010 wird eine Netto-Umsatzrendite vor Steuer von drei bis fünf Prozent anvisiert. Zum Vergleich: Die Durchschnittsrendite im deutschen Baustoffhandel beträgt nach Angaben des BDB rund 0,6 Prozent.
Erstmals wurden den Gesellschaftern in Göttingen konkrete Inhalte der neuen Hagebau-Unternehmensstrategie 2010 präsentiert. Die Konzentration im Baustoffhandel werde sich in Deutschland weiter fortsetzen, prognostizierte Bereichsleiter Horst Schreiber. Er rechnet damit, dass die Zahl der Baustoffhändler von derzeit 1.100 bis zum Jahr 2010 auf 700 bis 800 abnimmt. Dabei werde der Anteil des Mittelstandes gegenüber den Konzernen von jetzt 70 auf voraussichtlich 50 Prozent zurückgehen.
Langfristig will die Hagebau den gesamten Bereich Spezialisierung zum System ausbauen. Die Soltauer Unternehmensgruppe strebt dazu einen möglichst einheitlichen Marktauftritt an. Zudem setzt man auf eine Erhöhung der Verbindlichkeit, sowohl im Einkauf als auch bei der Umsetzung der vielfältigen Marketingmaßnahmen. Die strategische Vorgabe: Bis 2010 deckt jeder Spezialist mindestens 75 Prozent seines Bedarfs über Hagebau Lieferanten. Zu den Zukunftsprojekten der Spezialisierungspakete gehört auch eine Vollverlistung der Kernsortimente.
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