Wolfcraft präsentierte auf der Internationalen Eisenwarenmesse Lösungen, die Handel, Heim- und Handwerker ansprechen. 
Wolfcraft präsentierte auf der Internationalen Eisenwarenmesse Lösungen, die Handel, Heim- und Handwerker ansprechen. 

Wolfcraft | Langfassung

Individuell zugeschnitten

Wer seinen Kunden gerecht werden will, muss ihre Herausforderungen und Bedürfnisse kennen – nach diesem Motto entwickelt Wolfcraft Konzepte und Lösungen für Handel, DIY- und Profikunden.

Wolfcraft hat sich mit den Herausforderungen seiner Zielgruppen befasst. Das sind, neben Heimwerkern und dem Handel, zunehmend auch Handwerker, weiß Marketingchef Christian Hurth. „Baumärkte rücken Profi-Handwerker stärker in den Fokus. Wir entwickeln maßgeschneiderte Konzepte, um diese Kundengruppe gezielter zu erreichen und langfristig zu binden“, erklärt er. Man reagiere mit einer übersichtlichen Sortimentsstruktur und passenden Packungsgrößen auf ihre Bedürfnisse. Gleichzeitig wolle man in der Kommunikation deutlicher herausstellen, dass der Profi mit den Werkzeugen von Wolfcraft schneller und einfacher vorankomme.

Anders als bei Heimwerkern, die Wolfcraft mit seinen Produkten zu Projekten befähigen und ermutigen will, gehe es beim Handwerker ja besonders darum, effizient zu sein. „Der Handwerker geht in den Baumarkt, weil er das Material sofort braucht“, unterstreicht Hurth. Es sei weniger der Preis, „er will schnell wieder auf der Baustelle sein.“ Der Baumarkt reagiere mit entsprechenden Services.

Wolfcraft entwickelt daher passende Konzepte für den Point of Sale, die auf diese Zielgruppe zugeschnitten sind. Wie der Kunde schnell das passende Produkt finden kann, verdeutlichte Wolfcraft auf der Internationalen Eisenwarenmesse in diesem Jahr am Beispiel des Elektrowerkzeugzubehörs. Das Unternehmen beriet Händler dazu, wie sich Bohrer, Stichsägeblätter und ähnliche Artikel übersichtlich und logisch platzieren lassen.

Mehr als 50 Produktneuheiten zeigte die Marke in Köln. 
Mehr als 50 Produktneuheiten zeigte die Marke in Köln.  (Quelle: Dähne Verlag, Götz)

Und Wolfcraft reagiert mit der Weiterentwicklung von Produkten, etwa bei den Handwerkzeugen: So stellte der Anbieter eine neue, besonders robuste Profi-Messerlinie mit optimaler Ergonomie für Links- und Rechtshänder und besonders scharfen Klingen vor. „Und auch unsere Einhandzwinge in dritter Generation ist die Antwort für den Profi“, hält der Marketingchef fest. Es gebe viele Einhandzwingen auf dem Markt, oft ließen sie sich aber nicht wirklich mit einer Hand bedienen. Das Wolfcraft-Produkt hebe sich durch die Funktion der stufenweisen Entriegelung sowie durch seine hohe Spann- sowie Haltekraft von der Masse ab. Außerdem, so Hurth, „liegen unsere Einhandzwingen gut in der Hand und sind ergonomisch.“

Den Heimwerker interessieren andere Dinge. „Endverbraucher wollen erfolgreich Projekte umsetzen. Was sie daran hindert, ist, dass sie es sich nicht zutrauen“, erläutert Hurth. Mit Anleitungen – vor allem in Form von Videos – und Inspiration aus dem Netz will das Unternehmen sie dabei unterstützen. Das hilft gleichzeitig auch dem Handel, da Wolfcraft ihm so neue Zielgruppen in die Märkte bringt. „Viele unserer Lösungen gibt es schon ewig. Wir verknüpfen sie jetzt aber in der Kommunikation noch viel stärker mit den Projekten, für die man sie braucht“, sagt Hurth. Das trifft beispielsweise auf das Thema Möbelbau zu. Mit fünf Neuheiten, neuem Content und einer Social-Media-Kampagne will die Heimwerkermarke diesem Geschäft einen neuen Schub verleihen. Auch im Trockenbau-Sortiment präsentierte Wolfcraft auf der Messe eine Reihe von Produktinnovationen, viele davon speziell für das Arbeiten über Kopf entwickelt.

Um ihn bei der Ansprache beider Kundengruppen optimal unterstützen zu können, müsse man die Herausforderungen des Handels kennen, ist der Marketingleiter überzeugt: Das seien neben rechtlichen Themen etwa die Bereitstellung von Omnichannel-Konzepten, die Schaffung einer guten Datenbasis für die Präsenz im Onlinehandel und das Denken in Projekten. „Das ist das A und O“, findet Hurth, denn auch der Heimwerker denke in Projekten. Vor diesem Hintergrund sei es wichtig, am POS die Materialien mit dem Werkzeug zusammenzubringen. „Das erhöht den Bon.“ Die Konkurrenz aus dem Lebensmitteldiscount und von Marktplätzen sei ebenfalls ein Thema, das den Handel derzeit beschäftige, so Hurth weiter. Er ist sich sicher: „Sie können nur kopieren. Die Antwort darauf kann daher nur Innovation sein.“

Dies ist die Langversion des Beitrags aus der Printausgabe diy 5/2026.

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